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Sunday, 22. november 2009 7 22 /11 /Nov. /2009 22:11
Ich sitze an meinem Rechner. Hänge Gedanken nach. Schaue aus dem Fenster und geniesse die eingeschränkte Sonne. Lass meiner Fantasie freien Lauf. Denke an Kinderlachen, Freunde, Tanzen, Spass. Nette Menschen die mich mögen wie ich bin. Die mir sagen "du bist zu gut für diese Welt", "Sei doch auch mal ego" oder "steh auf und rette die Welt". Die Welt zu retten ist ein schöner Traum. Hass und Angst auslöschen. Krankheiten heilen und wenn es nur die allgemeine Krankheit Hektik ist. Ruhe vermitteln und nur einem Menschen etwas gutes tun. Aufstehen und jemandem den Tag versüssen. Rette ich damit nicht schon die Welt des einzelnen für diesen Tag? Wenn Freundlichkeit Brücken baut, ein Lächeln die Sonne bringt. Wenn allein daran zu glauben, dass ich jemandem etwas gutes tun kann mir soviel Frieden bringt, kann ich das nicht weiter geben? Kann ich nicht mehreren Menschen den Tag retten und hoffen das sie es weiterreichen? Einem Kind ein Lächeln auf das Gesicht zaubern und sehen wie sich auch die Menschen, um den Nachwuchs herum, entspannen, den Moment geniessen. Einen Moment Ruhe und Entspannung schenken in dem Glauben das es etwas gutes ist. Ich kann mir nicht vorstellen das der Wunsch nach einer besseren, friedlicheren und freundlicheren Welt ausgestorben ist. Ich denke nur, den Menschen fehlt der Antrieb. Es fehlt ihnen das Gefühl es nicht umsonst zu tun. Ich merke es jeden Tag auf der Arbeit. Wenn ich meine Kunden anlächel ihnen freundlich begegne geben sie es mir doch zurück. Selbst wenn es nur ein kurzes Aufblitzen von Verwunderung in den Augen ist. Ich muss nicht belohnt werden für etwas, das so tief in mir verwurzelt ist, das ich es nichtmal ausschalten kann. Freundlichkeit kann man lernen. Man muss sich nur öffnen für die eigenen Wünsche. Wer will nicht freundlich behandelt werden? Wer will nicht mit einem Lächeln empfangen werden? Wer will sich nicht gut fühlen? Respektiert und Geachtet als das was man ist? In vielen Menschen ist dieser Wunsch fast schon ausgestorben, weil sie es zu lange nicht gesehen haben. In ihrer Hektik übersehen oder den Blick verschlossen haben vor dem Detail. Ein Paar lachender Augen rettet meinen Tag oder nur meinen Moment. Ein Moment in dem ich mich gut fühle einfach weil ich hingesehen habe. Weil ich etwas positives gesehen habe, ohne dafür etwas geben zu müssen. Es ist einfach da. Ein Lächeln kostet nichts und schenkt doch soviel. Wenn mein Sohn mich anlacht, schon morgens vor der Arbeit, gehe ich beschwingter mit guter Laune aus dem Haus. Und ja ich kann von diesem Moment des gut fühlens zehren. Geht es mir nicht gut, schliesse ich die Augen und denke an diesen Moment, als das Lachen in seinen Augen stand. Der Wunsch zu leben so greifbar. Es ist ein Traum, das die Menschen freundlicher werden aber es ist kein unerfüllbarer. Wenn ich bei mir anfange und nur einen kleinen Teil meines Lächelns an die Menschen mit denen ich in Kontakt komme weitergebe, wird es irgendwann auch dich erreichen. Wirst du überrascht von einer überaus freundlichen Verkäuferin, einem gut gelaunten Polizisten, dem lachenden Brieftraeger. Überall entdeckst du plötzlich Lachen und Freundlichkeit und erwischt dich dabei, wie du selbst anfängst zu lächeln und den Nachbarn zu grüssen, der dir bislang nicht einmal aufgefallen ist. Plötzlich interessiert es dich warum der Bäcker lächelnd die Brötchen in Herzform backt und du möchtest teilhaben an der Freude anderer.

Ein Traum so unsagbar schön das mir allein der Gedanke daran ein gutes Gefühl gibt. Vielleicht rette ich nicht die Welt. Aber ich kann sie für die Menschen um mich herum vielleicht ein bißchen schöner machen. Und meinen Traum leben.
von Schiwa2201 - veröffentlicht in: Tagebuch
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Monday, 26. january 2009 1 26 /01 /Jan. /2009 20:40
Es wird ein anstrengendes Wochenende. Mit einem mulmigen Gefühl, nahe den Bauchschmerzen, mache ich mich nach langer Zeit, auf den wohlbekannten Weg. Ich stehe zum 1. mal seit der Trennung an der Bahnhaltestelle und die Gedanken lassen sich nicht mehr lenken, geschweige denn kontrollieren. Alles dreht sich um frühere Fahrten. Um das Wochenende der Trennung, und den Schmerz. Erinnerungen verschaffen mir Übelkeit, die Nervosität kriecht mir in sämtliche Glieder. Nein, ich werde dich ja nicht sehen, warum also mache ich mir soviele Gedanken. Ich habe doch ausdrücklich um eine Pause gebeten. Ich wollte nicht mehr reden. Vermutlich wollte ich in meinem Selbstmitleid ertrinken.

Die Fahrt ist der Horror, nicht nur, das der Fahrer den Führerschein wohl in der Lotterie gewonnen hat, was mir den einen oder anderen Schreckensseufzer entlockt, wir fahren auch genau den Weg, den ich immer zurücklegte, um zu dir zu fahren. Vermutlich aus reiner Gewohnheit, begleiten mich auch ähnliche Gedanken, ich überrasche mich selbst mit dem Gefühl, mich auf dich zu freuen, muß laut dagegen ansprechen. Mir selbst einreden das es nicht so ist und auch nicht so sein soll. Ich gehe den Weg meines Herzens, habe jedoch ein anderes Ziel. Die Heimstatt meiner Liebe liegt am Wegesrand, doch mehr als einen Blick auf dein verlassenes Haus, ist mir nicht gegönnt. Sekunden nur in denen ich aus dem Auto springen will. Deinen Namen rufend seh ich mich in Gedanken über die Autobahn hetzen. Hupende Autos ignorierend, die Gefahr beiseiteschiebend und wild mit den Armen winkend schrei ich mir die Liebe aus dem Herzen. Zu schnell verschwindet dein Haus aus meinem Blick. Heute würde ich zum 1. mal nicht hier bleiben, auf dich warten. Mein Glück, das kein Licht bei dir brennt, sonst hätte ich meinen Weg eventuell nicht fortsetzen können. Willenlos wäre ich meinem Herzen gefolgt, nur um dich zu sehen. Wieder wäre ich verletzt und entäuscht von dir gegangen. Mein Herz hätte das bluten erneut begonnen, weil sein Wunsch nur Traum bleiben würde.
Selbst die leeren dunklen Fenster scheinen kleine spitze Pfeile auf mich zu schießen. Schreien mich an, das du nicht mehr da bist. Nicht wie früher. Nicht für mich. Die falschen Arme nehmen mich in Empfang, doch keine wären die Richtigen, außer deinen. Zum 1. mal hier ohne dich! Wieder allein, mit Erinnerungen, die hier so lebhaft sind, das ich meine Augen nicht einmal schließen muß, um dich hier zu sehen. Ich sehe das "uns" nicht mehr so grandios perfekt. Es hat üble Risse davon getragen. Spalten so groß, wie einst mein Vertrauen. Heraus gerissen, zerstückelt. Nur das "ich" steht jetzt hier und betrachtet ein lebendiges Schlachtfeld der Erinnerungen. Sie erheben sich lautstark aus allen Winkeln meiner Gedanken. Überschütten mich mit Bildern von dir und zerreissen das dünne Band des vergangenen Glücks in grausamster Weise. Zärtlichkeit wird Folter, streichelt meine Sehnsucht mit Klingen so scharf wie der eisige Wind vor dem Fenster. Der Genuß ist nur einen Moment zugegen, bevor die feinen Schnitte zu bluten und brennen anfangen. Es schmerzt wie Dämonenfeuer, während deine Bilder an die Oberfläche strömen. Mein Geist hofft sie gehen für immer und weiß doch, das es nur die Kopien sind. Das Original liegt zu tief in mir. Wuchert wie ein Krebsgeschwür in meinen Gedärmen, spielt mit meinem Verstand, gaukelt ihm vergessen vor und läßt das Elend ein. Schon wieder!
Ein Treffen mit dir ist eine schlechte Idee. Nicht nur du denkst das. Vermutlich auch jeder andere. Ich hingegen sehe die einzige Möglichkeit, ein Gespräch nur mit dir zu führen. Jetzt bin ich mal in deiner Nähe, du mußt nicht stundenlang fahren, niemanden allzulange allein lassen und ich kann vielleicht endlich die Fragen stellen, die mir in der Seele brennen. Natürlich bin ich nervös. Wie wird es sein dich zu sehen? So nah bei dir zu sein, und doch die Distanz zu wahren, die dir jetzt zusteht? Werde ich in der Lage sein, die drängenden Fragen zu stellen und kann ich auch die Antwort ertragen?
Nun bist du da, mir ganz nah und in mir der Wunsch dich ganz fest zu halten. Ich behalte meine Hände bei mir, es wäre nicht fair, dich gleich so zu überfallen. Ich bemühe mich um einen klaren Kopf, was mir deine Augen nicht leicht machen. Ich schau dich kaum an, weil mein Herz dann hüpft und hofft. Auf die Frage, wie das alles passieren konnte, erhoffe ich mir nicht wirklich eine Antwort. Die Frage stelle ich nur, weil ich die brennendste aller Fragen noch nicht stellen möchte. "Liebst du mich noch?" die ganze Zeit, seit der Trennung, war Deine Antwort immer dieselbe. Ja ich liebe dich noch... aber anders... wie anders? Ich habe es nicht verstanden. An dieser und anderen ähnlichen Aussagen hielt meine Hoffnung fest. Jetzt im direkten Gespräch, antwortest du anders. "Nein" Ich könnte mich krümmen vor Schmerz, auch wenn ich es erwartet habe. Endlich sagst du mir, wie es wirklich ist. Endlich nimmst du meiner Hoffnung die Nahrung. Trägst sie zu Grabe wo sie nun in frieden Ruhen kann. Und ich merke, schon kurz nach unserem Gespräch, das ich genau das gebraucht habe. Spüre, wie das Geschwür Hoffnung aufhört mir den Atem zum Leben zu nehmen. Merke das dort plötzlich Platz ist für eine neue Hoffnung. Für die Hoffnung, das es bald besser ist. Spüre wie mich ihr Tod befreit. Wie ich plötzlich nicht mehr darüber nachdenke, wie ich dich zurück bekommen könnte, sondern ob ich wirklich so enden möchte. Wie sich Träume bemerkbar machen, die für alle anderen vielleicht klein erscheinen, mich aber mein Leben lang, bis vor einigen Wochen, immer begleitet haben, bevor sie mit der Liebe tief im Trübsal verschollen sind. Ich gestehe ich traue mich kaum es zuzulassen. Immer noch ein kleines bisserl Angst, meine Liebe zu dir zu verraten und doch geht es mir besser. Ich spüre wie die Energie in mich zurück kehrt. Ein Lächeln zupft an meinen Lippen und mein Mund steht kaum noch still, weil ich nicht wirklich begreifen kann, was da passiert ist. Du hast mich endlich frei gegeben. Endlich weiß ich, das ich nicht mehr um dich kämpfen kann, das es in der Richtung kein Ziel gibt. Und mit der Erkenntnis kommt der Wunsch nach Gesellschaft. Ich möchte Freunde um mich haben und dieses Gefühl genießen. Solange hat mich die Hoffnung jetzt gequält, das ich sie gern unter die Erde bringe. Dieses Gespräch, so unbedeutend es für dich auch gewesen sein mag, hat mir das Leben, Träumen und Hoffen neu geschenkt. hat mir die Last genommen, die mich seit Wochen in die Knie zwang, und bereitet mir einen neuen Weg in mein Leben. Nein, ich wollte so nicht enden. Jetzt kann ich wieder sehen, wohin ich gelangen möchte. Ob mit oder ohne Partner spielt keine Rolle, aber ich träume wieder.

Ich fahre befreit zurück nach Hause. Lasse die Liebe zurück, die in der letzten Zeit nur Schmerz und Wut in mir leben ließ. Die Hoffnung auf dich, eine Zukunft mit dir, gibt es nicht mehr. Du hast sie endlich ausgelöscht. Auch wenn deine Worte schmerzten, weil mein Herz noch immer dir gehört, war es das Beste für diese Situation. Mein Herz blutet noch immer und dein Lächeln fehlt, aber jetzt erscheint mir ein Leben ohne dich, nicht mehr so absurd. Und auch das Glück ist wieder greifbar.

Natürlich liebe ich dich noch und vermutlich wird es ein Teil von mir immer tun, aber du bist nicht mehr der Sinn meines Lebens. So war mein Wochenende ein großer Erfolg, denn ich habe die Hoffnung endlich zu Grabe getragen!



von Schiwa2201 - veröffentlicht in: Tagebuch
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Monday, 10. november 2008 1 10 /11 /Nov. /2008 19:59
Sie beginnen und enden in deinen Armen! Sie beginnen unter Tränen und enden mit ihnen. Es sind mir nur Momente gegönnt, in denen ich wirklich träumen darf und kann. Träumen von Deinem Lächeln. Und ich erwische mich immer dabei zurück zu lächeln. Träume von deiner Umarmung. Von Deinem Humor. Von Deinen Augen, die so unglaublich strahlen können. Wie sie stolz und wütend funkeln, oder freudig glänzen. Ich habe das Gefühl auch heute noch darin zu versinken, wenn ich im Traum dein Gesicht vor mir sehe. Ich möchte dann nicht mehr aufwachen. Mich einfach dem Gefühl ergeben, geborgen zu sein. Zu hause. Angekommen von einer langen beschwerlichen Reise. Aufzuleben und zu atmen, als wäre ich neu geboren. Sorgen kenn ich dann nicht mehr, sie alle bleiben draußen haben in uns nichts zu suchen. Niemand erreicht uns. Es gibt keine Gesellschaft ich schwebe im Glück des gewesenen. Genieße wieder das Gefühl geliebt zu werden. Alles schöne nehme ich mit. Genieße dich wie du warst und bin was ich bin. Nicht stark. Schwach wie ein Kind aber stark genug um dich zu halten. Ich will es nicht hinterfragen, will einfach in den Träumen gefangen sein, weil ich mich nur da frei fühle. Die Träume sind sehr schön, aber das erwachen ist manchmal kaum auszuhalten.

Das Leben ist nicht nur aus Glück gemacht. Manchmal muß man das auch im Alter noch schmerzhaft lernen. Es hat seine guten und seine schlechten Seiten. Wenn man vergißt, die guten Seiten zu genießen, bemerkt man zu spät, das sie fort sind. Längst schon, auch wenn du sie noch siehst. Wenn du im Herzen noch spürst, was war, wenn das Glück dir noch einmal zulächelt, bevor es sich abwendet. Wenn du den Platz in dir verlierst, der dir die Möglichkeit gibt zu leben, gibt es keine Ängste mehr, außer der einen, wieder zu verlieren. Immer und immer wieder. Immer das Nachsehen zu haben. Wenn man mir die Liebe nimmt, kann man den schmerz nicht auch gleich mitnehmen? Ich habe so oft gejammert, weil mir etwas weh tat, so oft bin ich zum arzt gerannt und es ist/war doch nichts im vergleich zu dem jetzt. Wer verliert gern seine Seele? schaut ihr zu, wie sie sich anderweitig bindet. Wo man doch weiß, sie gehört zu mir. Wenn so viel Schmerz zurück bleibt, muß mein Herz auch so groß gewesen sein? Weit geöffnet? Verletzlich.

Die Schuldfrage ist kaum noch relevant. das wissen darum, macht es nicht besser. Hilft mir nicht beim Verarbeiten, oder beim neuanfang. Hilft nicht in meinem Alltag. Es ist doch schon so lange her. Kann es nicht langsam besser werden? Oder wenigstens konstant erträglich? Nicht wanken, nicht immer wieder mit der Heftigkeit überraschen.

Die Liebe kommt, und klopft ganz leis an deine Tür,
du läßt sie ein, machst ihr Platz ganz tief in Dir.
Meine Tür bleibt geschlossen, solange es geht,
damit nicht der Schmerz auch wieder hier steht.
Aber so ist es, das Leben, niemals fair,
die Liebe geht, nur der Schmerz, der nicht mehr,


Die
Frage, habe ich das verdient, ist daneben. Vermutlich hat es niemand verdient, aber viele müssen es Verantworten oder ertragen. Was ich aber nicht verstehe, warum habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich leide? Warum schäme ich mich für den Schmerz den du hinterläßt? Warum möchte ich nicht das du siehst, wie sehr du mir fehlst?
von Schiwa2201 - veröffentlicht in: Tagebuch
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Sunday, 9. november 2008 7 09 /11 /Nov. /2008 16:32
Heute spielt der Trauermarsch in mir. Ich fühle mich, als hätte ich die letzten Scherben eingesammelt und würde sie zu Grabe tragen. Ich weiß nicht mal ob ich wirklich alles habe, dafür sind die Stücke zu klein und ich glaube auch zu weit zerstreut. Ich hoffe, das ich durch diese Bildhafte Vorstellung und den Wunsch es so bewerkstelligen zu können, auch endlich von dir Abschied nehmen kann. Vermutlich hältst du die größeren oder wichtigeren Stücke meines Herzens noch fest, aber ich denke im Moment brauche ich sie nicht. Ich möchte die leere Stelle in mir nicht mehr ausfüllen mit Leben oder Gefühl, denn immer ist es verbunden mit Sehnsucht und Schmerz.

Ich verbiete mir fast immer an dich zu denken, weil ich dich nicht mehr allein sehen kann. Deine Gegenwart ist für mich nicht mehr gedacht, ebensowenig deine Aufmerksamkeit, dein Lächeln oder deine Gedanken. Es ist, als wäre in mir der Winter eingekehrt und hätte alles überdeckt, was jemals Frühling oder Sommer sein konnte. Nicht mal die Frische des Herbstes ist mir geblieben. Ein kurzer Regen würde vielleicht etwas von der Enttäuschung fortspülen oder den Wunsch dich lieben zu dürfen. Dafür ist es in mir aber zu kalt. Das Fieber wärmt mich nicht genug und wenn ich mich der Sehnsucht hingebe verbrennt sie mich. Mein Kopf ist krank und deswegen gerade hilflos gegenüber dem Gefühl. Ein Käfig, der mich umhüllt. Immer wenn ich mich bemühe, wieder freier zu atmen, engt er mich ein, wenn ich glaube wieder aufstehen zu können, stoße ich mir den Kopf.

In meinen Träumen greife ich nach deiner Liebe, aber immer wieder entgleitet sie mir, weil ich nicht schnell genug umdenken konnte. Weil ich Angst hatte sie zu zerbrechen? Angst habe ich jetzt keine mehr. Wovor auch? Du bist ja schon weg. Worauf soll ich noch Rücksicht nehmen? Es ist keine Wut in mir, aber die Enttäuschung kann auch böse Gedanken wecken. Habt ihr Rücksicht genommen? Daran gedacht, das ein Herz sterben könnte? Im Moment ist es mir aber eigentlich auch egal was ihr denkt. Ich werde in Zukunft einfach besser aufpassen, das ich mich nicht wieder in jemandem verliere.

Ja dies ist der Moment in dem ich Abschied nehme. Abschied nicht nur von dir. Sondern von allem was uns ausgemacht hat. Viele Teile in mir, waren nur, weil du warst. Somit nehme ich auch Abschied von mir. Mit jedem Stück, was ich nicht mehr spüren kann, baue ich einen Stein in mein Haus. Ich hoffe es wird eine Festung entstehen, in die niemand wirklich Zutritt findet. Und im tiefsten Verlies hinter den dicksten Türen und sichersten Schlössern, dort werde ich die Scherben lassen. Vielleicht heilen sie in der Ruhe und Abgeschiedenheit. Vielleicht werde ich irgendwann jemandem den Weg dorthin zeigen, oder mich selbst wieder auf die Suche machen. Die Zeit heilt alle Wunden, und wenn ich nichts anderes habe, so habe ich immer noch alle Zeit der Welt. Und wenigstens einmal richtig geliebt.
von Schiwa2201 - veröffentlicht in: Tagebuch
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Wednesday, 5. november 2008 3 05 /11 /Nov. /2008 23:22
250 Gedanken im Kopf aber keiner will aufs Papier. Ist mein Potenzial so abhängig von Frust- Trauer- oder sonstigen gefühlen? Ich bin nicht in der Lage etwas zusammenhängendes zu schreiben, kann meine Gedanken nicht mehr in Worte fassen. sitze hier und möchte so viel sagen, das mir nicht einmal ein Anfang einfällt.

Vielleicht sollte ich mit etwas positivem Anfangen. Man mag es kaum glauben, aber ich habe auch in den letzten, beschwerlichen Wochen positives erfahren dürfen. Ganz oben und sehr eindrucksvoll hat sich der Begriff Freundschaft für mich definiert. Meine Vorstellung von Freundschaft ist vermutlich eine allgmeine. Ich denke viele haben da die gleichen Ansichten.

Auch ich verbinde mit Freundschaft zum Einen Vertrauen, Spaß und Unterhaltung, zum Anderen finde ich wichtig, das Freunde gerade dann da sind, wenn man sie braucht. Ohne zu hinterfragen, warum man sich gerade scheiße verhält, abweisend ist oder einfach nur nervig. Die da sind, auch wenn man es gar nicht will, die da sind, wenn man glaubt, das es kein Glück mehr gibt, oder nur wenig Hoffnung. Die einem sagen können, du bist gerade ein richtiges Arsch oder laß das einfach. Die sich einfach stundenlang anhören, worüber du meckerst ohne etwas daran zu ändern oder daran ändern zu wollen. Die deinem Jammern zu hören, auch wenn sie der Meinung sind, das es gar nicht so schlimm ist. Die sich manchmal auch mit verworren Sachen auseinander setzen, einfach weil du gerade so denkst. Die ihren Humor abstellen, weil du ihn gerade nicht verträgst, oder einfach stundenlang schweigen, weil du nicht reden willst. Die Dich in Ruhe lassen, einfach weil du es willst. Die es hin nehmen auf die Bank geschoben zu werden, weil du selbst nicht in der Lage bist ein Freund zu sein. Die aber trotzallem etwas in dir sehen, das ihnen gut genug erscheint um all das zu ertragen, ohne sich zu ärgern, ohne dir vorwürfe zu machen oder sich zurück zu ziehen. Ich bin selbst überrascht, das es soetwas tatsächlich öfter gibt.

Jetzt im Augenblick in meinem Leben merke ich, das es da jemanden gibt, der sich Gedanken macht, auch wenn er weit weg ist. Der sich die Mühe macht, einen schlechten Freund zu ertragen. Ein Danke ist schnell gesagt, aber wie wichtig das für mich war/ist kann ich selbst kaum beschreiben. Wie viele Freunde habe ich gehen sehen, wenn es mir schlecht ging? Wieviele Menschen ertragen es nicht, warten zu müssen, Geduld zu haben. Ein Besuch nur, auch wenn er Tage dauerte, brachte mich ein Stück zurück zu mir. Ließ mich sagen was ich fühle, was ich denke und mich selbst auch ein bißchen mehr von mir erkennen. Nahm mir einen Teil meiner Last, weil ich das Gefühl hatte sie nicht allein tragen zu müssen. Zeigte mir, das es mehr gibt, als Herzschmerz und Kummer. Natürlich konnte sie mir das Herz nicht heilen, aber ein Stück Vertrauen wieder geben, was ich verloren glaubte. Das Wissen, das da jemand ist, birgt viel mehr als Zuversicht. Nimmt einem die Angst vor dem Allein sein. Wenn man solche Freunde hat, ist man nicht allein. Wird es niemals sein, auch wenn das Herz kalt und leer bleibt.
Danke!
von Schiwa2201
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